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Neues aus dem Klimaquartier:

WANTED: KLIMACOACHES!

Wir suchen Menschen, die sich für das Thema Klimaschutz interessieren und Lust haben, ihre Mitmenschen zu klimafreundlichem Handeln zu motivieren.

Wie soll das ganze aussehen? Da habt ihr viel Spielraum.  Tauschpartys, Flohmärkte, Nähworkshops, Upcycling-Ideen, Filmvorführungen, Präsentationen… vieles ist möglich. Eure Klimaschutz-Aktivitäten sollen Spaß machen und nachhaltig wirken. Für den zeitlichen Aufwand wird eine Entschädigung gezahlt (Ehrenamtspauschale).

Das Klimaquartier Ellener Hof steht Euch jederzeit unterstützend zur Seite.

Vorab erhaltet ihr eine kleine Fortbildung von uns, in der wir alles Wissenswertes zum Thema Klimaschutz vermitteln.

 

Bei Interesse bitte melden unter: info@klimaquartier-ellener-hof.de oder telefonisch bei Karina Korfhage, Tel.: 0421 1751 0311 sowie Mareile Timm 0421 5650 4972.

Für gutes Klima auf dem Ellener Dorffest

Am 07.09.2019 war das Klimaquartier Ellener Hof Teil des Ellener Dorffestes, das auf dem Gelände der Albert-Einstein-Oberschule veranstaltet wurde. Gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Einrichtungen aus dem Stadtteil präsentierte sich das Klimaquartier bei strahlendem Sonnenschein den Besucher*innen mit einem eigenen Stand.

Groß und Klein hatten am Stand die Chance, das Glücksrad zu nutzen und einen klimafreundlichen Gewinn mit nach Hause zu nehmen. Rund 150 Besucher*innen machten von dem Angebot Gebrauch und informierten sich dabei, wie Klimaschutz im persönlichen Alltag einfach umgesetzt werden kann.

Für das Team vom Klimaquartier war es besonders erfreulich zu sehen, wie viele Menschen sich an diesem Tag für das Projekt interessierten und sich gerne über Tipps für einen klimafreundlicheren Alltag mit den Projektmitarbeiterinnen austauschten. Feste wie dieses bieten für das Projekt immer wieder die Gelegenheit, mit Menschen aus dem Stadtteil ins Gespräch zu kommen, die bisher noch nicht an Projektveranstaltungen teilgenommen haben, sich dieses aber in Zukunft vorstellen können. Das Team freut sich über jede*n, der*die sich im Projekt einbringen möchte! 

Rettich retten! Foodsaver-Gruppe in Blockdiek gegründet….

Nun ist es soweit: Die ersten Lebensmittel im Rahmen des Projektes Klimaquartier Ellener Hof wurden gerettet!

Sagen Sie es weiter – jeden Montag von 11 bis ca. 15 Uhr können Lebensmittel in der Trinitatisgemeinde Blockdiek (Günther-Hafemann-Straße 44, 28327 Bremen) abgeholt werden!

Die Idee entwickelte sich in den Workshops zum Thema „klimafreundliche Ernährung“ und stieß auf große Zustimmung. Zwei engagierte Blockdiekerinnen gründeten mit dem Klimaquartier die „Blockdieker-Foodsaver-Gruppe“. Wir freuen uns aber über Gruppenzuwachs, denn je mehr Menschen mithelfen, desto mehr Lebensmittel können gerettet werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns, unter: 0421 1751 0311 oder unter: info@klimaquartier-ellener-hof.de.

Zurzeit landet jedes dritte Lebensmittel in Deutschland in der Tonne, davon viele, die noch genießbar sind! Dagegen möchte die Gruppe einen Beitrag leisten. Der REWE im Einkaufszentrum Blockdiek als auch die Trinitatis-Kirchengemeinde finden diese Initiative super und unterstützen sie. Der REWE spendet die aussortierten Lebensmittel und die Trinitatis-Gemeinde stellt ihre Räumlichkeiten im Gemeindezentrum zur Verfügung. So stand der ersten Rettungsaktion am vergangenem Montag nichts mehr im Wege. Die Lebensmittel wurden vormittags sortiert und dann zur Kirchengemeinde gebracht, wo sie ausgelegt wurden. Alle Blockdieker*innen waren eingeladen, sich am Essen zu bedienen und zum Schluss war kaum noch etwas da. Keine der geretteten Lebensmittel mussten weggeschmissen werden. Für den Anfang ein super Start! Nun muss sich dies schnell rumsprechen, damit genügend Menschen kommen und die Lebensmittel abholen. Denn damit werden Ressourcen und das ganze Verpackungsmaterial nicht umsonst verbraucht! Foodsaving ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz. Machen Sie mit!

Ein nachhaltiges Fest feiern? Das geht! Beispiel Ellener Hoffest

Feste sind tolle Möglichkeiten, um zusammen zu kommen, eine nette Zeit zu verbringen und Spaß zu haben. Doch jeder kennt es – die Müllmassen, die insbesondere durch Einweg-Geschirr entstehen, überquellende Mülleimer oder sogar der Müll auf dem Boden. Als Dekoration werden zudem gerne Luftballons genommen, die nur einmal genutzt werden und oft sogar in der Umwelt landen. Auch beim Essen wird der ökologische Fußabdruck selten hinterfragt. 

Wir haben versucht, es beim Ellener Hoffest, das Ende August stattfand, besser zu machen: es gab kein Einweggeschirr mehr, sondern Mehrweggeschirr. Das schont neben dem energetischen Aufwand auch Rohstoffe und zusätzlich wird das Müllaufkommen verringert. Statt Einweg-Deko, die direkt nach dem Fest im Müll landet, wurden die Tische mit Kräutern und Blumen geschmückt, die am Ende verschenkt wurden. Es gab keine Luftballons, sondern Stoffwimpel für die weitere Deko. Die Servietten waren aus Recycling-Papier. Im Angebot waren dieses Jahr zudem vegetarische Würstchen, die einen viel geringeren CO2-Fußabdruck als normale Würstchen haben. Ein tolles Angebot war außerdem kühles, kostenfreies Leitungswasser, welches in Wasserspendern ausgegeben wurde. Bei der Hitze eine super Abkühlung! Die sonstigen Getränke, wie alkoholfreies Bier und regionaler Apfelsaft kamen aus Mehrwegflaschen. Alle diese Maßnahmen tragen zum Klima- und Ressourcenschutz bei. Beim Stand des Klimaquartieres Ellener Hof gab es die entsprechenden Infos dazu. Alles in allem war das Fest sehr gut besucht und die Aktionen zum „Klimaschutz“ kamen gut an. Wir hoffen, dass wir es nächstes Jahr noch besser machen können! Nachahmung sehr erwünscht!

Sarah Ryglewski besucht Klimaquartier Ellener Hof

Die Bauarbeiten im Stiftungsdorf Ellener Hof sind in vollem Gange, man sieht viele Bagger, Sandhaufen und Bauzäune. Trotzdem fand die SPD-Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski ihren Weg zum Vorsteherhaus als sie am 11. Juli 2019 das Projekt Klimaquartier Ellener Hof besuchte. In seiner Begrüßung skizzierte André Vater (Vorstand der Bremer Heimstiftung) die über 170-jährige Geschichte des Ellener Hofes: vom evangelischen Erziehungsheim (ab 1846) bis hin zu den aktuellen Planungen eines innovativen urbanen Quartiers. Jetzt setzt die Bremer Heimstiftung auf dem Gelände ihre Vision eines sozial-ökologischen Modellprojektes mit rund 500 neuen, bezahlbaren Wohneinheiten um. Hier werden generationenübergreifend Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenleben. Einrichtungen wie z.B. Wohnen mit Service, Kitas, Altenpflegeschule, Ellener Hof – Verein (Kulturaula), Studierendenwerk, Martinsclub, Stiftung Maribondo da Floresta uvm. sind mit dabei. Von Beginn an hat der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Alle Neubauten werden bspw. in klimafreundlicher Holzrahmenbauweise errichtet.

Diese Aufbruchsituation war die Basis für eine enge Kooperation zwischen dem BUND Bremen und der Bremer Heimstiftung. Gemeinsam brachten sie das Projekt Klimaquartier Ellener Hof auf den Weg. Es wird vier Jahre lang vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Ziel ist die Reduktion oder Vermeidung von CO2-Emissionen durch Klimaschutzmaßnahmen im Alltag. Das soll in den Handlungsfeldern Konsum, Energie, Ernährung und Mobilität erfolgen und wirksam werden im Ellener Hof und den angrenzenden Quartieren Blockdiek und Ellener Feld. Bürgerbeteiligung spielt bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen eine wesentliche Rolle. „Der monatlich stattfindende Runde Tisch hat sich dabei als Ideenquelle sowie als Diskussions- und Beteiligungsforum sehr gut bewährt“, erklärt Arend Stühl (Projektleitung). Darüber hinaus wurden mit Hilfe von Workshops und anderen Beteiligungsformaten Maßnahmen zum praktischem Klimaschutz im Alltag wie Tauschbörsen /-regale, eine Selbsthilfe-Reparaturwerkstatt für Elektrogeräte und Fahrräder, Urban Gardening, Koch-/ Ernährungskurse und vieles mehr entwickelt. Ein weiteres konkretes Resultat ist die Gründung einer Food-Saving-Gruppe, die bald in Blockdiek aktiv wird. Gerade die Rettung von Lebensmitteln leistet einen sehr hohen Beitrag zum Klimaschutz, denn durchschnittlich landet 1/3 unserer Lebensmittel in der Tonne. “Das möchten wir vermeiden und stattdessen dafür sorgen, dass diese Lebensmittel von den Menschen im Quartier weiterverwendet werden“, verdeutlicht Karina Korfhage vom Projektteam. Der Einsatz und die Ausbildung von Klimacoaches ist ein weiterer Schwerpunkt des Projektes, damit die Aktivitäten über die Laufzeit hinaus nachhaltig umgesetzt und weiterentwickelt werden können. „Wir suchen noch interessierte Bewohner/-innen“, so Mareile Timm (Projektberatung).

Gerade solche individuellen Aktivitäten zum Klimaschutz im Alltagshandeln findet Sarah Ryglewski sehr wichtig: „Es ist bemerkenswert, was sich seit Beginn der Bauphase im Oktober 2018 auf dem Gelände des Stiftungsdorfs Ellener Hof bereits getan hat: Auf dem 10 Hektar großen Areal wird dank des BUND und der Bremer Heimstiftung die alte Vereinsgeschichte fortgeschrieben, der Grundstein für ein Klima- und ein Radquartier gelegt und generationsübergreifendes Miteinander entwickelt. Das entspricht genau den Bedürfnissen der Zeit, sie werden aufgegriffen und klug miteinander verbunden: nachhaltige Mobilität, Wohnen und gemeinsame Aktionen für Jung und Alt. Über das vom Bund geförderte Projekt „Klimaschutz im Alltag“ beziehen die Beteiligten alle mit ein. Dank der praxisnahen Tipps wird klar, jeder und jede kann einen Beitrag für die Umwelt leisten – auch wenn er noch so klein ist. Klimaschutz muss sozial gedacht werden, damit auch Leute mit kleinem Geldbeutel etwas tun können und nicht finanziell belastet werden. Der Anfang ist gemacht, jetzt müssen die Ideen von möglichst vielen Menschen weiter gelebt werden.“ Auch Sabine Schöbel (Hausleitung Stiftungsdorf Ellener Hof) meint, dass sich die beiden Projekte Fahrrad- und Klimaquartier Ellener Hof sehr gut ergänzen und sich dadurch schon einiges im Stiftungsdorf und um zu bewegt hat.

Schulgarten – Projekt hat Gestalt angenommen

Beim Betreten des Geländes der Grundschule Düsseldorfer Straße durch den Torbogen fällt er einem sofort ins Auge – der neu angelegte Schulgarten mit sechs Hochbeeten, die im Laufe des dieses Frühjahres errichtet wurden. In Kooperation mit dem Förderwerk hat sich in der Grundschule eine Schulgarten–AG gegründet, die auf Mittel für „Klimaschutzmaßnahmen im Alltag“ aus dem Klimaquartier zurückgreift. So konnten ausreichend Bio-Saatgut, Spaten und Schaufeln für die Kinder angeschafft werden.

Nach und nach hat sich der vormals verwucherte Platz zu einem tollen Garten entwickelt: Zunächst baute der Hausmeister der Schule die Hochbeete. Die benötigte Erde wurde gesponsert, Mist und Stroh stammen vom Hausmeister, der Ziegen auf dem Nachbargrundstück hält. Viel Schweiß ist bei der Befüllung der Hochbeete geflossen. Die wöchentlichen 2 Stunden, in denen die Schulgarten–AG tätig ist, reichten für die anfallenden Arbeiten nicht aus, sodass einige Kinder auch in ihrer sogenannten „selbstbestimmten Zeit“ mitgeholfen haben. Zusätzlich waren Mitarbeitende des Förderwerks eine große Unterstützung. Ein weiterer Bereich im Garten markiert ein Beet, in das Bio-Kartoffeln gepflanzt wurden. Viele Pflanzen wurden dem Projekt im Juni von einer Bio-Gärtnerei geschenkt. Nun wachsen hier neben den Kartoffeln auch Tomaten, Kürbis, Zucchini, diverse Kräuter, Mangold, Fenchel, Lauchzwiebeln, diverse Salatsorten, Grünkohl, Rotkohl und vieles mehr.

Das Ergebnis ist ein toller grüner Garten, in dem leckeres biologisches, regionales und saisonales Gemüse wächst. Die Kinder lernen Grundkenntnisse des Gärtnerns, verstehen, wo ihre Lebensmittel herstammen und dürfen in der Ferienzeit zum Ernten kommen. Im nächsten Schuljahr soll eine Koch–AG gegründet werden, um die geernteten Lebensmittel gemeinsam zu verarbeiten. Das einzige, was noch fehlt, ist ein eigener Komposthaufen, damit der Dünger selbst hergestellt werden kann. Aber auch diese Herausforderung wird von der Schule in Zusammenarbeit mit dem Klimaquartier Ellener Hof angegangen!

Tag der Nachbarn auf dem Ellener Hof

Deutschlandweit wurde am 24. Mai 2019 der Tag der Nachbarn, der auf Initiative der nebenan.de-Stiftung ins Leben gerufen wurde, gefeiert. Auch Akteure des Stiftungsdorfes Ellener Hof beteiligten sich mit einer eigenen Veranstaltung an diesen Feierlichkeiten.

In der kulturaula präsentierte sich den rund 300 Besucher*innen ein vielfältiges Angebot. Die Nachbar*innen hatten die Möglichkeit sich über die verschiedenen Akteure und deren Arbeit zu informieren, einem Konzert von Schüler*innen der Musikschule zu lauschen, das ein oder andere Schnäppchen beim Flohmarkt zu ersteigern und sich bei Kaffee und Kuchen oder einer Bio-Bratwurst, die es auch in vegetarischer Ausführung gab, zu stärken.

Neben der Musikschule arco Bremen Osterholz e.V., den Einrichtungen Bremer Heimstiftung (Wohnen mit Service und Altenpflegeschule), Hansa Forum, Casa Colorida, Gut´s Haus und Martinsclub war auch das Klimaquartier mit einem eigenen Stand in der kulturaula vertreten. Hier erhielten die Besucher*innen Informationen zum Projekt und zu kommenden Veranstaltungen. Weiterhin gab es ein Glücksrad, bei dem die Teilnehmenden Fragen zum Klimaschutz beantworten konnten. Dabei winkte anschließend ein kleiner klimafreundlicher Gewinn.

Von dem Glücksrad wurde rege Gebrauch gemacht. Um die 45 interessierten Besucher*innen nutzten die Chance und haben sich bei den Projektmitarbeiterinnen über das Klimaquartier und Möglichkeiten zum Klima- und Umweltschutz informiert. Eine große Rolle spielten hier Möglichkeiten zum aktiven Klimaschutz, die jede*r privat im Alltag umsetzen kann. Dabei wurde auf Maßnahmen aus den vier Bereichen Mobilität, Energie, Ernährung und Konsum hingewiesen.

Workshop „Aktionsplan Ellener Hof“

Am 18.05.19 fand auf dem Ellener Hof der Aktionsplan-Workshop zum Projekt „Klimaquartier Ellener Hof“ statt. Teilgenommen haben zukünftige Bewohner*innen und Einrichtungen, die in den nächsten Jahren auf das Gelände ziehen werden. Im Aktionsplan werden die Klimaschutz-Maßnahmen aufgeführt, die auf dem Gelände des Stiftungsdorfes, aber auch ich Blockdiek umgesetzt werden sollen. Er muss bis zum 31.10.19 fertiggestellt werden. Zur Umsetzung der vorgeschlagenen Klimaschutz-Maßnahmen können dann beim Bundesministerium zusätzliche Mittel beantragt werden.  

Folgende Ideen zu Klimaschutz-Maßnahmen wurden für den Aktionsplan festgehalten:

  • einen Bio-Stand in unmittelbarer Nähe oder/und eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft
  • Erzeugung von eigenem Bio-Gemüse und –Obst durch Gemeinschaftsgärten
  • Foodsharing und/oder Foodsaving
  • eine Suppenküche mit vegetarischem Mittagstisch
  • ein wetterfestes „Tauschregal“ am Eingang zum Stiftungsdorf (Ludwig-Roselius-Allee)
  • regelmäßige Flohmärkte
  • in Zusammenhang mit der Selbsthilfe-Fahrradreparaturwerkstatt auch eine Werkstatt für Elektrogeräte anbieten
  • Fahrradfahr-Kurse für Grundschüler*innen und Mütter
  • dezentrale Fahrradboxen zur trockenen und sicheren Unterbringung der Fahrräder in Blockdiek, Ellener Hof und Ellener Feld waren auch Thema.

Diese Ideen werden in Arbeitsgruppen (AGs) weiter konkretisiert. Falls Sie Lust haben, an einer der AGs mitzuwirken, eigene Ideen und Wünsche oder Fragen zu diesen Maßnahmen haben, wenden Sie sich gerne an uns unter 0421 1751 0311 oder info@klimaquartier-ellener-hof.de!

Workshop „Lecker essen und das dabei das Klima schonen – wie geht das?“

Am 07.05.19 organisierte das Klimaquartier Ellener Hof im Mütterzentrum Blockdiek einen zweistündigen Workshop zum Thema „„Lecker Essen und dabei das Klima schonen – wie geht das?“. Neun engagierte und neugierige Teilnehmer*innen besuchten die Veranstaltung, da sie das Thema Klimaschutz und Essen sehr interessiere. Neben großem Interesse an Möglichkeiten, worauf man im Supermarkt achten kann, um den eigenen „CO2-Fußabdruck“ bei der Ernährung gering zu halten, diskutierten die Teilnehmenden, welche Herausforderungen in Blockdiek und Umgebung bestehen, , sich klimafreundlicher zu ernähren und welche Angebote fehlen. Zusätzlich wurden aber auch einige positive Aspekte im Quartier hervorgehoben. Beispielsweise der Wochenmarkt, der immer freitags im Einkaufszentrum Blockdiek stattfindet, auf dem man unverpackte saisonale und regionale Lebensmittel erhalten kann.

Allgemein wurde über die Wegwerf-Mentalität vieler Menschen geklagt:  rund 1/3 unserer Lebensmittel landen in der Tonne. Dies sei unter anderem den z.T. unverhältnismäßig niedrigen Preisen von Lebensmitteln zuzuschreiben. Der Preis sei oft ausschlaggebender als die Erzeugung, Herkunft oder Beschaffenheit des Produkts. Oft fehle aber auch einfach die Information zu diesen Angaben auf dem Produkt selber oder es sei so klein aufgedruckt, dass viele Menschen es übersehen. Das Wissen über saisonale und regionale Produkte müsste wieder verbreitet werden. Zusätzlich fehlten Kenntnisse, wie man Erzeugnisse besser verwertet oder länger haltbar macht.

Was können wir tun? Die Teilnehmenden hatten viele gute Ideen. Zunächst sollten mehr leckere Rezepte zu preiswerter vegetarischer Kost publik gemacht werden. Das Thema „Foodsharing/ Foodsaving“ stieß ebenfalls auf großes Interesse im Stadtteil. Denn während im Bremer Westen und Norden bereits einige Initiativen existieren, gibt es leider bisher keine Angebote im Osten. Dazu wird es einen zweiten Workshop geben, um herauszufinden, wie das „Lebensmittel retten“ genau funktioniert und was man dafür braucht. Freiwillige gibt es schon! Interesse an einem vegetarischen Mittagsangebot, das hier im Quartier angeboten werden soll, besteht ebenfalls. Wissen und Kenntnisse über hiesige Lebensmittel sollen z.B. im Zusammenhang mit dem Projekt „gemeinsam Gärtnern“ auf dem Ellener Hof vermittelt werden.

In einem zweiten Workshop wollen wir aus den Ideen konkrete Maßnahmen entwickeln, die dann praktisch umgesetzt werden sollen. Wir sind gespannt darauf. Falls Ihr Interesse geweckt ist, mitzuwirken, sprechen Sie uns gerne an oder schauen Sie unter „Termine“.

„Bremen räumt auf“ in Osterholz am 30.03.2019

Bei der Aufräumaktion vom Projekt “Klimaquartier Ellener Hof“ rund um das Einkaufszentrum Blockdiek kam einiges an Müll zusammen. Vor allen Dingen Plastik-Verpackungen, aber auch Coffee- oder Snack-to-go-Verpackungen wurden gefunden. Zudem waren die 17 Teilnehmenden von den vielen Zigarettenstummeln überrascht, die sie eingesammelt haben. Auf einer Strecke von 100 Metern wurden 500 Zigarettenreste gefunden. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) landen 2/3 aller gerauchten Zigaretten auf dem Boden und allein in Deutschland werden jährlich etwa 106 Mrd. Zigaretten geraucht. „Ich denke, dass viele Menschen gar nicht wissen, was Zigarettenkippen in der Umwelt alles anrichten können. Beispielsweise reicht der Inhalt von Nikotin in einer Zigarettenkippe schon aus, um 1.000 Liter Wasser zu verseuchen,“ meint Mareile Timm vom Klimaquartier Ellener Hof. Wahrscheinlich ist hier noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, finden die fleißigen Müllsammler*innen. Unser Appell an die Raucher und Raucherinnen ist deshalb: Bitte keine Kippen in die Umwelt schmeißen! Für unterwegs immer einen kleinen „Kippen-Behälter“ mitnehmen.

Des Weiteren ist die große Menge an Verpackungsmüll aufgefallen. Gerade der Verbrauch von Einwegverpackungen im Take-Away-Bereich nimmt seit vielen Jahren stark zu. Die Take-Away-Verpackungen werden dabei nur 15 Minuten benutzt, was zu einer Verschwendung von wertvollen Rohstoffen führt. Dann enden sie bestenfalls im Müll oder im schlimmsten Fall in der Umwelt. Das Motto im Allgemeinen sollte daher die Müllvermeidung sein, z.B. die Nutzung von Mehrweg-Coffee-To-Go-Bechern oder auch –Geschirr. Im Rahmen der Veranstaltung gab es vom Brötchenbeutel, mit dem man sich schon mal die Tüte beim Bäcker sparen kann, bis hin zu Zahnpasta-Tabletten viele Tipps zur Müllvermeidung. 

Zum gemütlichen Teil der Veranstaltung gab es Suppe aus regionalen, saisonalem „geretteten“ Gemüse. Zurzeit werden noch ca. 55 kg an Lebensmitteln in pro Kopf und Jahr in privaten Haushalten verschwendet. „Gegen diese enorme Lebensmittelverschwendung möchten wir etwas unternehmen! Mir schwebt die Gründung einer „Food-Saver-Gruppe“ im Rahmen unseres Projektes auch hier in Blockdiek vor. Dadurch werden Ressourcen geschont und es ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“ sagt Karina Korfhage vom Klimaquartier Ellener Hof. Bei Interesse zum Mitmachen melden Sie sich gerne unter info@klimaquartier-ellener-hof.de. Weitere Infos unter: www.klimaquartier-ellener-hof.de (erschien im Stadtteil-Kurier Südost am 04.04.19).

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Email:  mareile.timm@bund-bremen.net
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