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Unsere Tipps

Basteln und Bauen 

Oft liegen bei uns zuhause Dinge, die wir gar nicht mehr benutzen. Manchmal können sehr leicht als alten Sachen, neue und nützliche hergestellt werden. Daneben wird dadurch aktiv zum Klimaschutz beigetragen, indem Neukäufe und Abfall vermieden werden, denn bereits hergestellte werden Materialien weitergenutzt. Hier finden Sie Anleitungen zum 
Wenn Sie sich gerne reduzieren und einen Überblick schaffen wollen, was Sie alles besitzen, werfen Sie einen Blick in die Aufräum-Challenge, verfasst von Klimacoach Wiebke.  Insgesamt gibt es 8 Folgen inklusive Tipps und Tricks, mit denen Sie sich durch das ganze Haus arbeiten können: 

Bienenwachstücher selber machen​

Bienenwachstücher sind eine klimafreundliche Alternative zu Frischhalte- und Alufolie. Sie produzieren weniger Verpackungsmüll, halten ca. ein Jahr und können problemlos mehrfach wieder aufgebügelt werden. 

Benötigt werden:
– Reste aus Baumwollstoff 
– Eine Stoffschere (idealerweise eine Zickzackschere)
– Bienen- oder Pflanzenwachs (kann auch gemischt werden, z. B. Reste von Bienenwachskerzen)
– 2 Bögen Backpapier 
– Bügeleisen
– Ein großes, altes Handtuch

Im ersten Schritt wird der Stoff mit einer (Zickzack-)Schere in die gewünschte Größe geschnitten. Hierbei sind alle Größen und Formen des Zuschnitts denkbar. Das Handtuch wird als Unterlage ausgebreitet und es wird ein Bogen Backpapier darauf gelegt. Als letzte Schicht wird der zugeschnittene Stoff darauf ausgebreitet. Sparsam wird nun das Wachs auf dem Stoff verteilt. Es werden dabei geringe Mengen Wachs verwendet, notfalls kann später noch etwas hinzugefügt werden. Dann wird der zweite Bogen Backpapier auf das Stück Stoff gelegt und vorsichtig mit dem heißen Bügeleisen darüber gebügelt. Durch die Hitze schmilzt das Wachs und wird gleichmäßig über dem Stoffzuschnitt verteilt. Nach dem Bügeln ist das Wachs noch eine zeitlang sehr heiß, daher sollte das Backpapier besonders vorsichtig entfernt werden.

Nun kann das Wachstuch zum Einwickeln von Broten, zum Abdecken von Lebensmitteln in Schüsseln etc. genutzt werden. Wenn das Tuch eine Weile nicht in Gebrauch ist, kann es etwas steif werden. Dieses lässt sich durch einfaches Biegen und Erwärmen durch die Handflächen wieder beseitigen. Verschmutzungen können einfach mithilfe von Spülmittel und lauwarmen Wasser entfernt werden.

Hochbeete-Bau für Anfänger*innen

Benötigt werden:
– Pallettenrahmen (Hochbeetstecksystem)
– Feinmaschiger Draht (gegen Nagetiere)
– Flache Steine
– Nägel
– Hammer, Drahtschere, Handschuhe, Schaufel, Schubkarren
– Grünschnitt (Äste, Laub etc.), Kompost (Stallmist, torffreie Komposterde), hochwertige, torffreie Pflanzenerde
– Pflanzen zum Einsetzen

 

Im Ellener Hof hat das Team vom „Klimaquartier Ellener Hof“ zwei Hochbeete errichtet, zunächst zum Gärtnern für die Bewohner*innen der Einrichtung „Wohnen mit Service“. Für Anfänger*innen gut geeignet, möchten wir die Bauanleitung mit Ihnen teilen:
Für unsere Hochbeete haben wir vorgefertigte Palettenrahmen (120x80x20cm) gekauft, die sich zusammenstecken lassen. Außerdem wird Kaninchendraht benötigt (für die Fläche von 120x80cm), Nägel und Hammer zum Befestigen sowie flache Steine, auf die das Hochbeet gestellt wird. Gefüllt wird das Hochbeet mit Gartenabfällen (Äste, Laub, Grünschnitt), Komposterde (ca. 6x 50 Liter) und Pflanzenerde (ca. 8 x 60 Liter). Für den Klimaschutz ist es wichtig, dass die Erde torffrei und möglichst bio ist. Um Torf zu gewinnen, werden Moore trockengelegt, die wichtige CO2-Speicher darstellen.

Schritt 1: Rahmen bauen

Die Rahmen werden zu einem Viereck gesteckt. Für unser Hochbeet haben wir drei der Rahmen übereinandergestapelt, sodass es eine Höhe von 60cm ergibt. 

Schritt 2: Draht anbringen

Um Ratten und andere Nagetiere vom Hochbeet fernzuhalten, wird am unteren Ende des Rahmens ein engmaschiger Draht angebracht. Diesen haben wir auf die ungefähre Größe (etwas größer) des Kastens mit einer Drahtschere zurechtgeschnitten. Danach kann der Draht in den Kasten hineingelegt und von innen mit Nägeln in kurzen Abständen befestigt werden. Optional könnte an den Innenwänden des Holzes Noppen-Plastikfolie angebracht werden, damit das Hochbeet langlebiger wird. Wir haben auf Plastikfolie verzichtet, denn ohne hält es auch mindestens sechs Jahre.

Schritt 3: Fundament legen

Nun werden die flachen Steine an die Stelle positioniert, wo das Beet stehen soll. Dafür eignet sich am besten ein sonniger Standort. Dabei sollte beachtet werden, dass – einmal gefüllt – das Beet später nicht mehr bewegt werden kann. Durch die Steine wird der direkte Kontakt der Palettenrahmen zum Boden und damit schnelles Faulen vom Holz vermieden. Damit der Draht nicht ausreißt und um den Schwerpunkt in der Mitte zu stabilisieren, wurden in die Steinumrandung Äste gelegt.

Schritt 4: Befüllung

Jetzt kann der Rahmen auf die Steine gesetzt und befüllt werden.
Als erstes kommen die Äste, diese sorgen für eine ausreichende Belüftung. Darauf folgen feine Gartenabfälle wie Laub oder Grasschnitt, die mit dem Kompost gemischt werden können. Insgesamt macht diese Schicht mindestens 1/3 des Beetes aus.
Die letzten 2/3 haben wir mit torffreier Pflanzenerde befüllt. Es sollte bedacht werden, dass die Erde absackt. Deshalb sollte das Beet vor der Bepflanzung randvoll sein. Außerdem sollte diese Schicht nach jeder Ernte erneuert werden.

Schritt 5: Bepflanzung Bevor die Pflanzen besorgt wurden, haben wir uns bei einer Gärtnerin der Grünen Oase gut informiert, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich in einem Hochbeet und nicht alle haben dieselben Platzansprüche. Ausgewählt wurden für das erste Hochbeet Bio-Paprika, Bio-Kohlrabi und Bio-Minigurkenschlangen, die wir regional erhalten haben. Dazu passten gut noch kleinere Bio-Salatpflänzchen, deren Blätter – wenn sie groß genug sind– einfach zwischendurch schon abgepflückt werden können und so dem anderen Gemüse ausreichend Platz zum Wachsen geben. Und für das zweite Kräuter-Hochbeet wurden Bio-Rosmarin, Bio-Oregano, Bio-Bohnenkraut, Bio-Thymian und Bio-Salbei kombiniert. Die Gärtner*innen des Stiftungsdorfes freuen sich über die neuen Hochbeete und haben direkt losgelegt, diese zu bepflanzen. Bald gibt es dann das erste regionale, saisonale und biologische Gemüse auf dem Ellener Hof. Wir wünschen eine reichliche Ernte! 

Mehrweg-Schutzmasken nähen – Eine Anleitung

Ab dem 27. April herrscht „Maskenpflicht“. Das bedeutet, dass beim Besuch des Einzelhandels, bei der Fahrt mit der Bahn oder dem Bus ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss. Dabei handelt es sich um Alltags-Mundschutz und keine medizinischen Produkte, denn sie haben den Zweck, Tröpfcheninfektion (z.B. durch Niesen oder Sprechen) zu verringern, schützen jedoch nicht hundertprozentig vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Zusätzlich zum Tragen der Maske ist es wichtig, weiterhin den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten. 
 

Da derzeit eine hohe Nachfrage herrscht, nähen bereits viele Leute eigene Masken. Wir haben es selber ausprobiert und möchten heute mit euch eine Anleitung zum Nähen von nachhaltigen „Mehrweg-Masken“ teilen. 

 

Es werden folgende Materialien benötigt: Nähmaschine, gebrauchter Stoff, Garn, ggf. Abstecknadeln, Bügeleisen, Draht/Pfeifenreiniger und Gummiband.

 

Der Stoff (z.B. alte Bettwäsche aus fester, dicht gewebter Baumwolle), das Garn und das Gummiband muss aus einem Material bestehen, dass sich bei 60 Grad und mehr waschen lässt. Falls keine Gummibänder vorhanden sind, lassen sich auch Bänder aus vorhandenen Stoffen nähen.

Ihr könnt auch Nachbar*innen und Freund*innen fragen, ob sie Materialien zum Nähen übrig haben, damit Neukäufe vermieden werden. Gummibänder, falls nicht vorhanden, erhaltet ihr im Supermarkt oder Ihr schneidet Euch Bänder aus den Stoffen zurecht. Draht oder Pfeifenreiniger liegt eventuell im Gartenhaus oder bei den Bastelsachen. Ansonsten erhaltet Ihr es z. B. im Baumarkt.

 

Bevor es ans Nähen geht, wascht ihr die Stoffe am besten bei 60 Grad oder höher, um zu testen, dass sie später nicht einlaufen. 

 

Schritt 1: Als erstes werden die Stoffe auf eine Größe für Erwachsene von 18x24cm zurechtgeschnitten. Die Maße für Kinder betragen 15x20cm. Für eine Maske brauchen wir zwei dieser Rechtecke. Idealerweise werden unterschiedliche Stoffe oder Farben genommen, damit sich die Rückseite von der Vorderseite der Maske unterscheiden lässt. Wenn dies geschehen ist, lassen sie sich optional nochmal glattbügeln bevor ihr sie rechts auf rechts aufeinanderlegt.

Schritt 2: Nun werden die beiden Rechtecke rechts auf rechts aufeinander genäht entlang der langen Seiten. Die kurzen Seiten bleiben weiterhin offen. Dann entsteht ein „Schlauch“, den ihr jetzt auf rechts dreht.

 

Schritt 3: Nun kann der Draht (falls gewünscht) eingenäht werden. Hier sollte beachtet werden, dass der Draht an der Oberkante eingenäht wird, d.h. er benötigt eine Länge von ca. 22cm. Er sorgt für besseren Halt entlang Nase und Wangen. Der Draht wird in den Schlauch gesteckt und dann lässt sich ganz nah an diesem entlang nähen, sodass dieser fest im Stoff sitzt. An den Seiten ist dann jeweils 1 Zentimeter frei. 

ACHTUNG: Aufpassen, dass die Nähmaschine nicht AUF dem Draht näht. Dadurch kann die Maschinennadel brechen.

 

Schritt 4: Es wird gefaltet wie rechts auf dem Bild zu sehen ist. Das kann etwas knifflig sein vor allem beim ersten Mal. Wichtig ist, dass es drei Falten ergibt und der Abstand auf der linken sowie rechten Seite gleichmäßig ist. Jetzt sollte die Breite von 18 auf ca. 6 Zentimeter geschrumpft sein. Um die Faltung nicht zu verlieren, nehmen wir Stecknadeln oder Klammern, um die Maske zu fixieren.

 

Schritt 5: Wir schneiden uns die Bänder zurecht. Wenn Gummibänder vorhanden sind, kann zwischen zwei Variantengewählt werden: Entweder es wird eine Schlaufe genäht, die hinter den Ohren sitzt. Dann wird eine Länge von 2x 17 Zentimetern genommen. Wer das Gummiband gerne hinterm Ohr zuknoten möchte, um den Sitz anzupassen, kann das Band in 4x 15 Zentimeter Längen schneiden.

Exkurs: Wenn kein Gummiband vorhanden ist, können aus dem vorhandenen Stoff 15-20 Zentimeter lange und 2 Zentimeter breite Streifen herausgeschnitten werden. Der Streifen wird in der Mitte gefaltet, sodass er nur noch 1 Zentimeter breit ist. Nach dem glatt bügeln, kann der Streifen zusammengenäht werden. 

 

Schritt 6: Wenn die Bänder nun zugeschnitten sind, werden sie an beiden Seiten oben und unten angelegt. Es besteht die Möglichkeit, die Seite nicht ganz dicht zu nähen, um z.B. das Draht herausnehmen zu können vor jeder Wäsche. Es wird nun an den Seiten über die Bänder genäht (am besten einige Male vor und zurück, damit die Bänder auch fest sind). Um einen besseren Halt zu bekommen, ist zu empfehlen, an den langen Seiten (bzw. an der langen Seite ohne Draht) ebenfalls drüber zu nähen. So sollte sich am Ende ein Viereck ergeben. Unsere rechteckigen Masken lassen sich beim Aufsetzen nach oben und unten ziehen, sodass Mund und Nase verdeckt sind.

Tada – schon ist die eigene Schutzmaske fertig!

Um die Maske möglichst hygienisch zu behandeln, solltet ihr die Maske nur an den Bändern berühren. Nach jedem Tragen ist es wichtig, diese zu desinfizieren, in dem sie auf 60 Grad oder mehr gewaschen, in einem Kochtopf mit kochendem Wasser und etwas Waschpulver gegeben (wenn gerade keine 60 Grad Wäsche nötig ist) oder bei den Temperaturen gebügelt wird.

Aufräum-Challenge 2020

Wir starten mit einer Aufräum-Challenge für das eigene Zuhause. Haben Sie Lust mitzumachen? Hier finden Sie alle Folgen der Challenge.

Folge 1: Organisationshelfer finden leicht gemacht

In diesem Frühling verbringen wir viel Zeit in unseren vier Wänden. Zeit, die wir nutzen können, um gründlich auszumisten. Je mehr Zeug wir sammeln, desto enger wird es, denn Räume stoßen irgendwann an ihre Grenzen. Es wird unübersichtlich, und wir kaufen Dinge doppelt, weil wir nicht wissen, was wir haben. Vielleicht entdecken wir beim Aufräumen auch Dinge, die wir gar nicht mehr brauchen und tauschen oder verschenken können. Das Motto ist: Neukäufe zu vermeiden damit wir weniger Ressourcen verbrauchen.

Wer Lust hat, das zu ändern, kann sich an unserer Aufräum-Challenge 2020 beteiligen. Heute legen wir los und suchen Organisationshelfer. Das sind Behälter, die nach dem Aufräumen den vielen kleinen Dingen, die jetzt vielleicht herumliegen, ein Zuhause geben. Es gibt dafür auch tolle Systeme, die man kaufen kann, aber wir machen das anders.

Gehen Sie durch alle Räume in Eurer Wohnung oder Eurem Haus (wirklich alle) und sammelt leere Behälter. Das können zum Beispiel Gläser, (Tupper-)Dosen, Körbchen, Tassen, (Schuh-)Kartons, leere Pralinenschachteln, Plastikschalen (von Gemüse), Eierkartons, kleine Blumenumtöpfe, ungenutzte Besteckkästen oder andere kleine Schalen sein. Dabei soll es sich um Behälter handeln, die sonst nicht (mehr) gebraucht werden. Es macht nichts, wenn sie kleine Schäden haben. Als Ordnungshelfer können sie sich immer noch nützlich machen.

Die Behälter sollen später Struktur in Schränke und Schubläden bringen. Deshalb sollten sie nicht zu groß sein. Wenn sie schmutzig sind, können Sie sie reinigen. Und wer Lust hat, kann die Behälter auch noch hübsch machen: mit Tapete oder Papier bekleben, bemalen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns über Fotos von Ihren Organisationshelfern an info@klimaquartier-ellener-hof.de.

Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie die Behälter kurzfristig unterbringen können. Sie werden dort nicht lange bleiben, denn in der nächsten Folge kommen die ersten zum Einsatz.

 

Folge 2: Küche

In Zeiten, in denen selbst ein Restaurantbesuch nicht mehr möglich ist, ist Selber-Kochen angesagt. Braucht Ihre Küche mal eine Aufräum-Kur? Wir gehen das strategisch an.

Bevor Sie anfangen, sehen Sie sich die Aufteilung Ihrer Küchenschränke und Schubladen an. Wo sind oder wären welche Küchen-Utensilien gut untergebracht? Wo brauchen Sie mehr Platz? Was muss auf der Arbeitsplatte stehen, was nicht? Machen Sie auf jeden Fall ein paar Vorher-Fotos und schreiben Sie auf, was Sie ändern möchten und was in welchem Schrank untergebracht werden soll.

Jetzt haben Sie einen Plan und können anfangen, auszuräumen. Nehmen Sie sich am besten nur eine Schublade oder einen Schrank zurzeit vor, sonst wird es zu viel auf einmal.

Ist ein Schrank leer, kann ausgewischt werden. Dann sichten Sie den Inhalt. Was davon verwenden Sie tatsächlich? Dann kann es wieder rein. Eine gute Grundregel: Was Sie oft brauchen, sollte leicht greifbar sein. Was selten gebraucht wird, kann nach oben und nach hinten. Was nach Plan an einen anderen Ort wandern soll, legen Sie beiseite, bis Sie sich dahin vorgearbeitet haben. Was Sie nie verwenden, sortieren Sie gleich aus. Ist es noch brauchbar, können Sie es verschenken oder verkaufen (Tipps dazu siehe unten). Was kaputt ist, gleich entsorgen.

Fassen Sie beim Einräumen gleichartige Dinge zusammen – alle Töpfe an einem Ort, alle Backformen, alles zum Kaffee- oder Teekochen… So finden Sie später alles leicht wieder. Für mehr Platz im Putzmittelschrank sorgen selbst gemachte Reinigungsmittel, die Sie aus wenigen Zutaten herstellen können. HIER finden Sie erste Anleitungen, die Zutaten bekommen Sie auch jetzt in Super- und Drogeriemärkten.

Jetzt kommen auch die Ordnungshelfer von Teil 1 zum Einsatz. Die ganzen kleinen Dinge aus den Schubläden, aber auch größere können Sie so zusammenfassen, wie zum Beispiel Backzutaten wie Hefe, Backpulver und Vanillezucker in einer alten Backform (oder Voratsdose), Gummibänder in einem kleinen Schraubglas. Wenn Sie möchten, können Sie die Ordnunsghelfer mit einem passenden Stift oder Etikett beschriften.

Wenn Sie fertig sind, können Sie ein paar Nachher-Fotos machen. Wie wäre es jetzt mit einem leckeren, klimafreundlichen Essen? HIER gibt es tolle Infos und Rezepte, die gut für Körper und Klima sind.

Wenn Sie Lust haben, schicken Sie uns doch ihre Vorher- und Nachher-Bilder von Ihrer Küche an info@klimaquartier-ellener-hof.de. Wir sind gespannt!

Wenn Sie Küchenutensilien verschenken möchten, geht das -nach der Corona-Krise- zum Beispiel im Umsonst-Laden in Osterholz-Tenever und in der Neustadt, auf Tauschregalen in den Stadtteilen/Kirchengemeinden, in Läden der Recycling-Stationen und natürlich über diverse Online-Plattformen und Facebook-Gruppen.

 

Foto: Klimaquartier Ellener Hof

Folge 3: Expedition ins Kinderzimmer

Noch sind Schulen und Kindergärten geschlossen; eine gute Gelegenheit, um frischen Wind ins Kinderzimmer zu bringen. Dabei steht das Aufräumen an erster Stelle, aber auch das Aussortieren ist ein wichtiger Punkt. Denn hierbei können ungenutzte Spielzeuge oder Kleidungsstücke entdeckt und wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, indem sie z.B an andere Kinder verschenkt werden. So verbreiten Sie Freude, vermeiden Neukäufe und schonen somit auch das Klima.

Ganz wichtig: Die “Kinderzimmer-Aufräum-Challenge” sollte ein Gemeinschaftsprojekt sein. Die Projektleitung liegt bei den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Großen bekommen den Status der Beratenden. Das Projekt soll und kann allen Spaß machen, wenn Sie es gemeinsam entspannt angehen.

Die erste Herausforderung ist es, der Sache einen neuen Namen zu verpassen. Der Satz “Räum´ dein Zimmer auf” lässt selbst viele Erwachsene immer noch zusammenzucken. Sie können gemeinsam viel kreativere Namen für Ihr Projekt finden. Wie wäre es mit “Frühlings-Expedition” oder “den Raum sommerfit machen”?

Wenn Sie schon die Küche organisiert haben, kennen Sie den Prozess. Am Anfang steht der Plan – der am besten von den Zimmerbewohner*innen aufgestellt wird. Dabei wird das Zimmer in Bereiche aufgeteilt. Das sind zum Beispiel der Schlafbereich, der Hausaufgabenbereich, der Spielbereich, die Bücher- und Leseecke, der Kleider(schrank)bereich, der Bereich für Mal- und Bastelsachen; je nachdem, was die Kinder mögen. Da die meisten Kinderzimmer nicht sehr groß sind, gibt es viele Multifunktionsbereiche. So wird am Schreibtisch gelernt, gemalt und gebastelt. Später dient das Bett nicht nur zum Schlafen, sondern auch als Sitzmöbel. Die Kinder können einen Grundriss ihres Zimmers malen und einzeichnen, wo sie gerne was hätten.

Wie bei der Küche kommt jetzt die Analyse: Was funktioniert schon, was gar nicht, wo wird was gebraucht, was geht immer verloren, was nervt alle? Welche Sachen sind Ihren Kindern am wichtigsten? Was liegt immer herum und hat keinen festen Platz? Wo sollte es am besten sein? Sie sehen, erfolgreiches Aufräumen folgt immer einem festen Muster und einem guten Plan.

Dann geht es ans gemeinsame Umsetzen. Wie in der Küche sollten Sie sich Bereich für Bereich vornehmen. Es wird aussortiert, was nicht mehr gebraucht wird und so auch Platz für Neues geschaffen. Alles, was Sie finden und was bleiben soll, braucht ein festes Zuhause im passenden Bereich. Bücher ins Bücherregal, Schulsachen alle zusammen, Mal- und Bastelsachen auch. Vielleicht haben Sie ein paar passende Ordnungshelfer gefunden? Saubere Konservendosen (ohne scharfe Kanten!) oder kleine Blumentöpfe halten Stifte, Schuhkartons können mit hübschem Papier oder Tapete beklebt werden. Bestimmt gibt es auch schon einige Ordnungshelfer im Kinderzimmer. Was selten gebraucht wird, kann in höhere Ebenen (Schränke, Regale) wandern. Was oft gebraucht wird, sollte auf Griffhöhe sein. Kartons können mit gemalten Etiketten oder Fotos beklebt werden. So sehen alle auf einen Blick, was darin ist.

Nehmen Sie sich Zeit! Es ist an einem Tag zu schaffen, muss aber nicht sein. Nach der Arbeit ist es Zeit für eine Belohnung – ein Spiel, ein Film oder ein leckeres klimafreundliches Essen.

 

Foto: Klimaquartier Ellener Hof
Foto: Klimaquartier Ellener Hof

Folge 4: Lager- und Abstellräume

Wenn Sie schon ein paar Räume organisiert haben, kennen Sie das Prinzip. Dann können Sie sich nun an einen wirklich schwierigen Bereich wagen: Keller, Dachboden oder Abstellraum.

Bei diesem Projekt tun Sie gleichzeitig etwas für Klima und Umwelt. Jedes Produkt, das wir kaufen, verbraucht Ressourcen und produziert CO2. Gerade in Kellern und auf Dachböden liegen Schätze, die Sie vielleicht schon einmal doppelt gekauft haben, weil Sie sie nicht mehr gefunden haben oder nicht mehr auf dem Schirm hatten. Was Sie nicht mehr verwenden, können Sie an andere weitergeben, die vielleicht gerade danach suchen. Es lohnt sich also, die Ärmel hochzukrempeln.

Wie immer geht es mit einem Plan los. Welche Bereiche haben Ihre Lager- und Abstellräume, und was lagern Sie da? Lebensmittelvorräte, Baustoffe, Gartenmaterial, Weihnachtsdeko, Werkzeug, alte Kleidung? Machen Sie sich eine kleine Liste und überlegen Sie, wo was am besten untergebracht wäre. Was Sie oft brauchen und auswechseln (z.B. Lebensmittelvorräte) kann nach vorne, Weihnachtsdeko eher nach hinten oder ganz nach oben.

Jetzt geht es ans Ausräumen, Sortieren und wieder Einräumen. Das funktioniert genauso wie bei den anderen Zimmern. Vermutlich liegen in den Lagerräumen noch mehr Dinge, die Sie nicht mehr verwenden. Zeit, sich zu verabschieden. Inzwischen kennen Sie auch schon ein paar Initiativen, die gut erhaltene Gebrauchsgegenstände nehmen. Auch auf Facebook gibt es dafür Gruppen, z.B. “Bremen verschenkt, teilt, gibt!”. Hier können Sie Mitglied werden und Angebote veröffentlichen.

Mehr Platz gewinnen Sie, wenn Sie die Möbel optimal stellen. Haben Sie frei stehende an den Wänden und in der Mitte viel Platz? Dazu ein Tipp: Sehen Sie sich im Supermarkt um. Dort stehen die meisten Regale im Raum, und dazwischen gibt es Gänge. Supermärkte wissen, wie Platz optimal genutzt wird. Wenn Sie das auch in Ihren Lagerräumen so machen und möglichst hohe Regale verwenden, gewinnen Sie richtig viel Abstellfläche.

Auch Ordnungshelfer kommen wieder zum Einsatz. In Lagerräumen sind alle Größen gefragt. Falls Ihr Keller etwas feucht ist, brauchen Sie für Textilien eine luftdichte Verpackung. Die werden sonst mit der Zeit sehr muffig. In dem Fall sind auch Pappkartons keine gute Idee, denn auch sie nehmen Feuchtigkeit auf und können schimmeln. Auf einem Dachboden ist das meistens kein Problem.

Regelmäßiges Lüften ist auch in Lagerräumen wichtig. Noch ein Tipp zur Sicherheit: Auch in einem Keller oder auf einem Dachboden lohnt sich ein Brandmelder.

Nicht verzweifeln, so ein Keller oder Dachboden kann ganz schön voll sein. Sie haben das Zeug über einen langen Zeitraum zusammengetragen. Lassen Sie sich deshalb Zeit, denn das ist nicht mal eben in einer Stunde zu machen.

 

Foto: Klimaquartier Ellener Hof
Foto: Klimaquartier Ellener Hof

Folge 5: Badezimmer

In dieser Woche kümmern wir uns um das Badezimmer. In den meisten Wohnungen und Häusern ist es nicht besonders groß und alles andere als eine Wellness-Oase. Wir können die Fläche nicht vergrößern, aber aufgeräumt wird es auf jeden Fall komfortabler.

Gerade im Bad können wir viel für Umwelt und Klima tun. Wenn Sie bei Pflegeprodukten darauf achten, dass sie kein Mikroplastik enthalten, schonen Sie Flüsse und Meere. Kosmetik ohne Mikroplastik haben inzwischen auch die großen Drogerieketten. Viel schwerer ist dagegen die Vermeidung von Palmöl. Das wird unter vielen verschiedenen Bezeichnungen leider für sehr viele Kosmetik-Produkte (und Lebensmittel) verwendet. Für den Anbau von Ölpalmen werden immer mehr Regenwaldflächen zerstört. Kosmetik ohne Palmöl lässt sich nur schwer finden. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihre Kosmetik selber machen. Viele Tipps, Informationen und Rezepte dafür gibt es bei smarticular und eine Anleitung für eine Gesichts- und Handcreme finden Sie auf unserer Homepage.

Das Prinzip fürs Aufräumen ist das Gleiche wie in den letzten Folgen. Beginnen Sie wieder mit einem Plan, den Sie gemeinsam mit allen Nutzerinnen und Nutzern des Badezimmers machen. Jede*r hat bestimmt eigene Artikel, die untergebracht werden müssen. Gleichzeitig ist der Platz vermutlich begrenzt. Sprechen Sie mit allen darüber, was gut funktioniert und was Ihnen auf die Nerven geht, und sammeln Sie Ideen, wie es besser laufen kann. Um in Zukunft auf einen Blick zu sehen, wem was gehört, hilft zum Beispiel ein Farbkonzept. Jedes Familienmitglied bekommt eine eigene Farbe bei Handtüchern , Haken, Zahnbürsten, Ordnungshelfern und anderen Dingen. So finden sich alle leicht zurecht. Statt mit Farben geht das auch mit Namensschilern.

Für alle Badnutzer*innen sollte es einen eigenen Aufbewahrungsort für die persönlichen Badartikel geben. Das kann ein Korb, eine Box, eine Schublade oder ein Regalbrett sein – am besten mit Namensschild. Auch unter dem Waschbecken ist Raum dafür. Es gibt zum Beispiel Rollcontainer mit Schubläden, die dahin passen. Liegen Handtücher herum, hilft eine Hakenleiste mit ein bis zwei Haken pro Familienmitglied. Je weniger auf Flächen herumsteht, desto schneller geht das Putzen.

Aufhängen ist sowieso eine gute Idee, um den Raum optimal zu nutzen – auch ein Föhn kann meistens aufgehängt werden. Wenn das Bad besonders eng ist, können manche Dinge vielleicht ausgelagert werden. Gibt es in anderen Räumen Platz für Handtuchstapel und Kosmetikvorräte? Besitzen Sie davon viel mehr als Sie brauchen? Kommen Sie mit einem großen Familienshampoo und -duschgel hin aus und können dabei noch Plastikverpackungen vermeiden?

Ein kleines Bad ist schnell durchgearbeitet. Abgelaufenen Kosmetik und Medikamente können Sie gleich entsorgen. Alles andere findet einen neuen Platz – den Plan dafür haben Sie ja schon. Wenn doch noch etwas fehlt, zum Beispiel die Haken, können Sie diese jetzt besorgen. Ordnungshelfer fassen gleichartige Dinge zusammen, zum Beispiel Vorrats-Zahnpastatuben oder Ersatz-Zahnbürsten. Haben Sie zu viele noch gute Handtücher, können Sie diese spenden.

Viel Spaß beim Bad-Aufräumen und genießen Sie Ihr gut organisiertes Wohlfühl-Bad.

Foto: Klimaquartier Ellener Hof
Foto: Klimaquartier Ellener Hof

Folge 6: Wohnzimmer

Einer der wichtigsten Orte in vielen Wohnungen ist das Wohnzimmer. Hier können wir eine schöne Zeit mit der Familie verbringen, mit Freunden “abhängen” oder uns einfach nur erholen, vielleicht sogar Mahlzeiten einnehmen. Sie sehen schon, so ein Wohnzimmer hat viele Funktionen. Hier gibt es auch einiges an Unterhaltungs-Elektronik und da können Sie etwas für die Umwelt und Ihren Geldbeutel tun. Wenn Sie die Geräte komplett abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden, dann spart das viel Strom. Die meiste Energie in unserem Land wird nicht nachhaltig produziert. So bedeutet weniger Stromverbrauch auch weniger Verbrauch von fossilen Brennstoffen und damit weniger CO2.

Da ein Wohnzimmer so viele Funktionen hat – Spielzimmer, Fernsehzimmer, Treffpunkt, Ruhezone, Essecke – ist der Plan besonders wichtig. Welche Zone wird wofür genutzt, und was sollte in dieser Zone sein? Gibt es eine Essecke, ist das auch ein guter Platz für einen Geschirrschrank (wenn Sie das Geschirr nicht in der Küche unterbringen möchten). Gibt es Spielecken für die Kinder, sollte in der Ecke Stauraum sein, in dem das Spielzeug schnell verschwinden kann. Haben Sie Hobbies, die im Wohnzimmer stattfinden (Stricken, Lesen, Malen, Musik hören, …), brauchen Sie auch dafür Stauraum. In der Technik-Ecke versammelt sich die Unterhaltungs-Elektronik. Schubläden oder verschließbare Boxen sorgen dafür, dass die Kleinteile (Fernbedienungen, DVDs, CDs, …) nicht einstauben.

Jetzt geht es ans Aufräumen und Platz schaffen. Gibt es Gegenstände, die in keine Ihrer “Zonen” passen und eigentlich auch nicht im Wohnzimmer sein müssen? Sie finden vielleicht ein neues Zuhause in einem anderen Raum.

Gibt es sehr viele Deko-Gegenstände (die das Putzen schwer machen), können Sie sie aufteilen. Dann stellen Sie nur einen Teil der Gegenstände aus und packen den Rest in Kartons. Nach einer Weile (oder zu einer neuen Jahreszeit) können Sie wechseln. So steht nicht zu viel herum, aber es bleibt interessant und gemütlich.

Vielleicht bekommen Sie spontan Ideen, wie die Möbel umgestellt werden könnten, damit es noch praktischer und/oder gemütlicher wird? Gemeinsam ist das schnell gemacht.

Noch zwei Tipps in Sachen Nachhaltigkeit: Wenn Sie viel lesen, müssen Sie nicht jedes Buch selbst kaufen. Die Stadtbibliothek in Bremen hat ein unglaublich umfangreiches Angebot an Büchern, CDs und DVDs, Vorbestellungen und Verlängerungen sind online möglich. Das spart viel Platz. Haben Sie viele Bücher, CDs und DVDs, die Sie nicht mehr nutzen, können Sie diese verschenken, tauschen, verkaufen oder der Bibliothek spenden. Sollten doch noch passende Möbel fehlen, schauen Sie sich doch auch einmal in einem Gebrauchtmöbelladen um. Da gibt es oft richtig gute Qualität zu günstigen Preisen. Auch das spart Energie und Ressourcen.

 

Foto: Strategiebüro Nord GbR
Foto: Klimaquartier Ellener Hof

Folge 7: Schlafzimmer

Ein schönes Schlafzimmer sorgt dafür, dass wir gut schlafen und uns einfach besser fühlen. Gerade in hektischen Zeiten brauchen wir einen Rückzugs- und Entspannungsort. Deshalb kümmern wir uns in dieser Woche um diesen Raum.

Wie in den anderen Räumen können wir auch im Schlafzimmer mit etwas Überlegung viel für ein gutes Klima tun. LEDs in Nachttisch- und Deckenlampen sparen Strom (das gilt natürlich auch für alle anderen Leuchten in Wohnung oder Haus).

In den meisten Schlafzimmern gibt es mehrere Zonen: den Schlafbereich und meistens auch einen Bereich für die Kleidung. Manchmal ist hier auch noch ein Arbeitsplatz oder ein Fitness-Center. Oft ist ein Schlafzimmer auch ein Lagerraum. In den Schränken stapeln sich Kleidung, Handtücher, Bettwäsche und mehr. Auch unter den Betten, in den Ecken und auf den Schränken liegt etwas. Wenn Sie sich mehr Entspannung und weniger Kram wünschen, lohnt es sich anzupacken.

Sie kennen es ja schon – zuerst kommt der strategische Teil. Überlegen Sie, wie viel Bettwäsche, Handtücher und Kleidung Sie wirklich brauchen. Kleidungsstücke, die Sie nicht mehr anziehen, die nicht mehr passen oder kaputt sind, dürfen gehen. Was anderen noch passen oder gefallen könnte, können Sie spenden. Was nicht mehr zu retten ist, kann in einen Altkleidercontainer. Wer Spaß am Upcyclen hat, kann aus alten Handtüchern Putzlappen machen. Aktuell machen viele auch Corona-Schutzmasken aus alter, aber hübsch gemusterter Bettwäsche. Weitere Ideen zum kreativen Verwerten von Textilien finden sich im Internet.

Was Sie unter den Betten lagern, sollte gut vor Staub geschützt sein; den wirbeln wir beim Schlafen reichlich auf. Es ist ein guter Platz für saisonale Kleidung oder Schuhe, Bettwäsche oder Decken. Mehr Platz im Kleiderschrank bekommen Sie, wenn Sie nicht so oft gebrauchte Dinge in Kästen verpacken und sie stapeln. Ein paar Haken im Inneren an einer Kleiderschranktür halten Halsketten, eine kleine Handtuchstange Schals und Tücher. Auch dafür gibt es viele Ideen im Internet.

Wenn Sie neue Textilien kaufen, lohnt es sich, ein wenig darüber nachzudenken. Bei der Herstellung unser Kleidung wird viel Wasser verbraucht (oft in Ländern, in denen es sowieso knapp ist), die Umwelt wird durch Pestizide und Farbchemikalien verschmutzt und CO2 erzeugt. Wir müssen nicht den Spaß an Mode verlieren. Es macht aber Sinn, darauf zu achten, dass Kleidung langlebig ist und wir sie gerne, oft und lange tragen. So machen wir aus dem verbrauchten Material und dem entstandenen CO2 das Beste. Inzwischen gibt es auch schicke Öko-Mode und zahlreiche, gute Secondhand-Läden. Gute Qualität ist zwar immer etwas teurer, doch wenn wir die Kleidungsstücke lange nutzen, rechnet sich das im Vergleich zur Billigware, die häufig schon nach dem ersten Waschen nicht mehr gut aussieht.

Mit etwas Überlegung entsteht ein Kleiderschrank, der genau die richtigen Teile enthält. Wer lernen möchte, wie das geht, ist in unserem Workshop “Nie wieder nichts zum Anziehen” herzlich willkommen. Wir laden dazu ein, wenn Corona es wieder zulässt.

Foto: alleideen.com

Folge 8: Home-Office

Ob wir es Arbeitszimmer oder Home-Office nennen – die meisten von uns haben einen Ort, an dem Schreibtischarbeit erledigt wird. Auch dafür gibt es einige Tipps, um mögliches Chaos einzuschränken. 

Gleichzeitig kann auch hier etwas für Klima und Umwelt getan werden. Bei den Geräten wie PC, Notebook oder Tablet kann, zumindest bei Neuanschaffungen, auf Energieeffizienz geachtet werden. Die Schreibtischlampe kann auch mit einer LED ein gutes Licht verbreiten. Wenn Sie einen Desktop-PC haben – also ein Gerät, das einen festen Standort auf oder unter dem Schreibtisch hat – ist eine ausschaltbare Steckdosenleiste mit An- und Aussschalter sehr empfehlenswert. Wenn Sie die Geräte nach dem Verwenden herunterfahren und dann die Leiste ausschalten, ist die teure Technik auch zuverlässig gegen Überspannung geschützt, zum Beispiel durch Blitzschlag. Für das (Drucker)Papier können Sie Recycling-Papier wählen und für Stifte oder Kugelschreiber Artikel aus Holz, deren Mine auswechselbar ist. Dadurch können sehr einfach Ressourcen geschont und Müll vermieden werden.

Wie immer geht es mit einem guten Plan los. In Ihrem Arbeitsbereich brauchen Sie vermutlich Platz zum Schreiben, für einen Computer, einen Drucker, Papier, Stifte, Büroartikel und für alle Dokumente, die Sie aufbewahren. Überlegen Sie sich, was alles in Griffweite sein soll, wenn Sie in dem Raum arbeiten.

Zu der Frage, ob ein Schreibtisch immer so leer wie möglich sein soll, gibt es verschiedene Meinungen. So unterschiedlich wie wir alle ist auch unsere Arbeitsweise. Es macht jedoch Sinn, einen Überlick über die Dinge auf dem Tisch zu halten. Wenn Sie Stapel mögen und alles gerne im Blick haben, können Sie stapelbare Ablageboxen oder Mappen verwenden. Unsortierte Stapel machen Ihnen die Arbeit schwerer. Probieren Sie außerdem am besten einmal alle Stifte aus, die im Arbeitsbereich liegen. Kugel- und Filzschreiber, die nicht mehr funktionieren, können Sie entsorgen. Aus alten Blöcken, Fehldrucken oder knittrigem Druckerpapier lassen sich gut Notizzettel schneiden.

Der größte Brocken im Arbeitsbereich sind die Dinge, die auf den ersten Blick nicht gesehen werden: Dokumente und Dateien. Wenn Sie sich das Leben richtig einfach machen wollen, entwickeln Sie ein Verzeichnis, wie Sie Papiere und Dateien sortieren wollen. Am einfachsten ist es, dabei nach Themen vorzugehen, also “Versicherungen”, “Bankgeschäfte”, “Reparaturen”, etc. Auch im Internet finden Sie unter dem Stichwort “Aktenplan” oder “Aktenplan privat” eine Menge Inspirationen. Ganz wichtig: Bauen Sie Ihre Dokumentenablage und die Dateiverzeichnisse auf dem PC komplett gleich auf. So finden Sie Ihre Unterlagen leicht wieder.

Noch ein Tipp: Dokumentieren Sie Ihre Passwörter übersichtlich und vollständig und bewahren diese Dokumentation (in Papierform!) sicher auf. Informieren Sie andere Familienmitglieder, wo Sie wichtige Informationen finden. Wenn Sie Dateistrukturen und Dokumentenablage so anlegen, dass sich jemand aus Ihrer Familie ohne größere Erklärung zurecht findet, sind Sie auf der sicheren Seite. Für die Unterbringung wichtiger Dokumente und Unterlagen kann sich übrigens auch ein Bankschließfach lohnen. Und falls Sie jetzt neue Büroartikel brauchen – auch dafür gibt es umweltfreundliche Alternativen, zum Beispiel im Online-Shop vom BUND. 

Foto: staticflickr.com

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